02. November 2006 – KIN 48 Gelber Solarer Stern – Welle 4 Gelbe Sonne


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Gebrochener 20-Euro-Schein (dpa)

Säure zerfrisst Geldscheine: Polizei und Bundesbank rätseln

Zerbröselnde Geldscheine geben Polizei und Bundesbank Rätsel auf: Seit Juni sind vor allem in Nord- und Ostdeutschland rund 1500 Euronoten im normalen Gebrauch auseinander gefallen. Die Bundesbank bestätigte am Donnerstag in Frankfurt/Main einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung. Auslöser seien Säuren, wie sie beispielsweise in Industriereinigern vorkämen. Beim Körperkontakt, etwa bei der Entnahme aus einem Geldautomaten, brächen die Scheine entzwei. Die Landeskriminalämter (LKA) von Rheinland- Pfalz und Berlin identifizierten die Substanz als Schwefelsäure. Bei normalem Umgang bestehe aber keine Gesundheitsgefahr.

Laut Bundesinnenministerium wird vermutet, dass das Zerbröseln mit Geldautomaten zusammenhängt. Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten die Scheine auch gestohlen worden sein. Banknoten würden häufig zum Schutz vor Diebstählen vor einem Transport imprägniert, zum Beispiel mit roter Farbe, sagte EZB- Präsident Jean-Claude Trichet in Frankfurt. Es sei möglich, dass Geldräuber versucht hätten, die Imprägnierung chemisch zu entfernen.

Absicht oder Versehen?

Nach Angaben der Bundesbank traten die ersten schadhaften Scheine im Raum Berlin auf. Später wurden der «Bild»-Zeitung zufolge auch Fälle aus weiteren Städten wie Karlsruhe, Gießen, Kiel, Düsseldorf, Rostock und Freiburg gemeldet; betroffen waren Scheine bis zum Wert von 100 Euro. Die Bundesbank schaltete daraufhin die Landeskriminalämter von Berlin und Rheinland-Pfalz ein. Noch ist nicht geklärt, wie die Chemikalien auf die Scheine gelangten und ob dies absichtlich oder versehentlich geschah. Die Untersuchungen hätten Herstellungsfehler ausgeschlossen. Ein Sprecher der Berliner Polizei äußerte die Vermutung auf einen Transportschaden. Bislang gebe es keinen Hinweis auf eine Straftat.

Mit Sulfat-Salz gepudert?

Chemiker äußerten laut «Bild»-Zeitung den Verdacht, dass der Zersetzungsprozess der Banknoten erst durch die Berührung mit der Hand ausgelöst wird. Möglicherweise seien die Scheine mit einem Sulfat-Salz gepudert, das sich in Verbindung mit Feuchtigkeit wie etwa durch Handschweiß zu Schwefelsäure entwickele. Für diese Annahme spreche, dass sich die Scheine erst nach einiger Zeit auflösen.

Materialprüfer halten es für ausgeschlossen, dass die Chemikalie schon während der Produktion auf die Scheine gelangte. «Generell ist das Geldscheinpapier widerstandsfähig und schwer auflösbar», sagte Sabine Pensold von der Papiertechnischen Stiftung in Heidenau bei Dresden der dpa. Nur Säuren und andere aggressive Chemikalien könnten Löcher hineinfressen. Geldscheine werden in der Berliner Bundesdruckerei und bei der Münchner Wertpapierdruckerei Giesecke & Devrient im Auftrag der Bundesbank hergestellt. «Der gesamte Druckprozess ist stark überwacht», sagte Pensold. «Die Chemikalien müssen nach der Herstellung zugeführt worden sein.»

Ersatz für Geschädigte

Die Wahrscheinlichkeit, ein solche Note in die Hand zu bekommen, ist nach Einschätzung der Bundesbank äußerst gering. Sie begründet dies mit dem Umlauf von 10,5 Milliarden Scheinen im Euroraum und 5 Milliarden Scheinen in Deutschland.

Wer doch einen schadhaften Schein erwischt, kann ihn sich bei der Bundesbank, ihren Filialen und in der Regel auch bei normalen Geschäftsbanken ersetzen lassen. Voraussetzung ist, dass mehr als die Hälfte des Scheins erhalten ist; andernfalls muss der Kunde nachweisen, dass der verbliebene Rest vernichtet worden ist. (N24.de, AP)


02. November 2006

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Beim Kontakt mit der Hand könnten sich Euro-Scheine auflösen (dpa)

"Bild": Geldscheine vernichten sich selbst

Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung (Donnerstag) sind in den vergangenen Monaten in vielen deutschen Städten Geldscheine aufgetaucht, die sich auf bisher ungeklärte Weise selbst auflösen. Die Landeskriminalämter Berlin und Rheinland-Pfalz hätten bereits Ermittlungen aufgenommen. Laut einem amtlichen Gutachten, das der Zeitung vorliege, seien die Banknoten, hauptsächlich 50-Euro- Scheine, mit Schwefelsäure in Kontakt gekommen.

Zum ersten Mal sei am 21. Juni in Berlin ein zerstörter 20-Euro-Schein bei der Landesbank abgegeben worden, am 14. Juli zwei 5-Euro-Scheine in Potsdam. Die Polizei sei anfangs von Einzelfällen ausgegangen. Doch ab August tauchten dem Bericht zufolge immer mehr «gebrochene Noten», wie die zerstörten Scheine offiziell genannt würden, auf. Vor allem in Berlin, Potsdam und Umgebung; jedoch auch in Karlsruhe, Würzburg, Frankfurt/Oder, Magdeburg, Kiel, Bad Mergentheim, Düsseldorf, Gießen, München, Cottbus, Rostock, Leipzig, Erfurt, Koblenz und Freiburg.

Offenbar kein Herstellungsfehler

Chemiker äußerten laut «Bild»-Zeitung den Verdacht, dass der Zersetzungsprozess der Banknoten erst durch die Berührung mit der Hand ausgelöst wird. Möglicherweise seien die Scheine mit einem Sulfat-Salz gepudert, das sich in Verbindung mit Feuchtigkeit z.B. durch Handschweiß zu Schwefelsäure entwickele. Für diese Annahme spreche, dass sich die Scheine erst nach einiger Zeit auflösen. Ein Herstellungsfehler werde definitiv ausgeschlossen, hieß es. (dpa, N24.de)

 


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