02.12.2004 KIN 128 - Gelber Spektraler Stern - Welle 10 Weißer Spiegel
Veröffentlicht von Prof. Dr. Eberhard Hamer am 02.12.2004 um 9:41 Uhr
Der Welt-Geldbetrug
von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover
Der größte und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet zurzeit
durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug
hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von
keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert
werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell
legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug
auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer
führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.
Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur
Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher
staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und
Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit
des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern
auch im Ausland jederzeit wusste, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die
Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.
Der Staat musste aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben.
Deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand
waren (Rammelsberg bei Goslar) und auf diese Weise der Staat das Silber für
zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wussten die Bürger, dass der
Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der
Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld
(Goldumlaufwährung).
Vom Realgeld zum Nominalgeld
Immer wieder haben Fürsten allerdings versucht, sich mehr Geld zu verschaffen,
als sie Edelmetall hatten, indem sie den Anteil des Edelmetalls bei den
Münzlegierungen verminderten («kippen und wippen»). Das Ergebnis war jeweils,
dass die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber
behielten, bis alle Bescheid wussten und das schlechte Geld wieder
eingeschmolzen werden musste. Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten
Weltkrieg.
Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht so stark
vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, dass also eine gewisse deflatorische
Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte. Deshalb gingen
viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten
Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im
täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren
Summen aufzubewahren waren. Ihr Wert beruhte darauf, dass man die Geldscheine
jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber
umtauschen konnte (Goldkernwährung). Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr
Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise
bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold.
Normalerweise reichte also ein Volumen von weniger als 10% Gold für ein
Währungsvolumen einer um 90% höheren Geldscheinmenge.
Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen
Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen
Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen
Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger
darauf vertrauen, dass sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die
Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten
(Golddevisenwährung), hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.
Vom staatlichen zum privaten Geld
Der entscheidende Schritt weg vom Staatsgeld war 1913 die Gründung des Federal
Reserve System in den USA. Obwohl nach der amerikanischen Verfassung eigentlich
nur Gold und Silber gesetzliches Geld sein dürfen, hat sich ein von privaten
Banken gegründetes Kartell unter Führung der beiden Großfinanzgruppen Rothschild
und Rockefeller eine private Zentralbank geschaffen mit dem Recht, eigenes Geld
auszugeben, welches gesetzliches Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs
noch die amerikanische Zentralregierung garantierte. In dieser privaten Bank
wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit
der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten
konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste Weltwirtschaftskrise).
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde deshalb 1944 in Bretton Woods wieder die
Einführung eines neuen Golddollarstandards beschlossen. Während des Weltkrieges
verlangten die USA für die Bezahlung von Rüstungsgütern Gold von den
kriegführenden Nationen. Auch das Gold Deutschlands musste als Kriegsbeute
abgegeben werden. So sammelten sich über 30.000 Tonnen Gold der Welt allein in
den USA - mehr als alle anderen zusammen hatten. Dieses Gold diente als Deckung
für die Dollars. Da aber ein größerer Teil der Dollars in den Zentralbanken der
Welt als Reservewährung gehalten wurde, konnten die USA mehr Dollars ausgeben
als sie an Goldbasis hatten. Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um
die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben
dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur
Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen.
1971 kündigte US-Präsident Nixon die Einlösungspflicht des Dollars in Gold
(Golddollarstandard) und zugleich die Haftung des Staates für den Dollar auf.
Seitdem sind die Dollarnoten weder real durch Gold noch durch Staatshaftung
gedeckt, also eine freie private Währung der Federal-Reserve-Bank (FED). Der
Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig,
sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier.
Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen
Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung.
Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, dass sie ihr Geld langfristig
wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien
Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw. der
Geldmenge ab. Das Problem: Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge
der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht.
Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet
Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten:
Die deutsche Finanzwissenschaft hatte schon bei der Bundesbankgründung eine
staatsunabhängige neutrale «vierte Gewalt» für die Bundesbank gefordert, damit
diese den politischen Pressionen zum Geldmengenmissbrauch widerstehen könne,
damit der Bürger sich also auf die Werthaltigkeit des Geldes verlassen könne.
Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark
verpflichtet gewesen (Neutralgeldtheorem) und war weitgehend staatsunabhängig.
Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr
auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde.
Die meisten anderen Staaten haben eine «orientierte Quantitätswährung»
bevorzugt. Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten
Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder
anderen. Dies gab der nationalen Politik ausreichend Einflussmöglichkeiten auf
die Zentralbank und auf das Geld und hat regelmäßig dazu geführt, dass der
politische Missbrauch zu entsprechender Inflationierung der Währungen geführt
hat. (Beispiel: Frankreich, Italien, Spanien usw.)
Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das private
Federal-Reserve-System dagegen bevorzugten eine «freie Quantitätswährung», also
eine Währung, deren Missbrauch durch die Politik oder durch die privaten
Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde. «Freie
Quantitätswährung» hat immer «Freiheit zum Missbrauch der Währung» bedeutet und
nie langfristig funktioniert.
Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer
unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder
andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren
jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Weil
die Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten wurde, andere
wichtige Währungen sich dagegen durch Geldmengenvermehrung und Inflation immer
stärker wertmindesten (Abwertung), versuchen die Geldwertbesitzer naturgemäß,
mit ihren längerfristigen Dispositionen in harte Währungen zu gehen und weiche
zu meiden.
So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker auch
Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt. Vor allem aber
wurde an der «harten» Währung deutlich, wie weich eine ständige
Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht
hatte. Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum
gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des
Weltwährungssystems - kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der
Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte,
nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden musste. Kohl
hat dafür gesorgt, dass dies «im kleinen Kreise» entschieden wurde, dass die
deutsche Bevölkerung über den Verlust ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen
durfte («Wo kommen wir hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst
entscheiden sollte?»). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark
geopfert.
Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage,
hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es
als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig
entwertet. Dass die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der
Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch geschickte
Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird.
Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert,
die auch die Geldmengenvermehrung produzieren.
Praktisch hat inzwischen das von der US-Großfinanz gesteuerte und ihnen
gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung erlangt:
Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der Welt
dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind Dollars.
Die US-Großfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte
gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl nicht gegen wertlose
Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt
(Saddam).
Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer
stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen. Die
übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über
90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Großfinanz
gehaltenen Dollar-Papieren.
Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt,
ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder «auszuleihen». Das Gold der Welt
hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den
Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so dass ein neuer
Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre
und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises (Greenspan:
«Möglicherweise bis 6000 Dollar.») allein dadurch im Falle einer Währungsreform
ein Jahrhundertgeschäft machen würden.
Die US-Großfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und
die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser
US-Großfinanz, von niemandem außer von ihr garantiert, aber nach Kräften
missbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum
Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt
missbraucht.
Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende
US-Großfinanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen
kann. Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr
ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Missbrauch des Dollars durch
Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für
die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich
das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.
Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland
drastisch vermehrt. Der US-Staat lässt sich also in immer größerem Ausmaß von
der Welt Sachgüter gegen wertlose Scheinchen liefern - die moderne Form der
Tribute.
Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur
Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und
Erpressung zu verdanken: Die US-Großfinanz und die US-Administration zwingen
seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt
(Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder
als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu
behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten. Praktisch heißt
das: Die Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die
Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in immer
größeren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve an. Die Währung der
Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars
unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden. Somit sind alle im gleichen
Geldentwertungsboot: Die Urheber der Geldmengenvermehrung in New York und
Washington ebenso wie die Helfer der Geldmengenvermehrung in den Zentralbanken
der Satellitenstaaten.
Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark er durch
offizielle Abwertung des Dollars schließlich seine Gläubiger entreichern -
betrügen - und sich auf deren Kosten wieder entschulden will. Jede Abwertung des
Dollars wird vor allem das 80% aller Dollars haltende Ausland entreichern. Dem
Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine
Gläubiger betrügen will.
Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege
suggeriert, die missbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld
hätten immer noch einen soliden Kurswert.
Würden die Geldbesitzer wissen, dass sie eigentlich nur Papierwert in den Händen
haben, alles andere aber von den Manipulationen, den Missbräuchen, der Macht und
den Zwecken der US-Großfinanz abhängt, würde die Geldumlaufsgeschwindigkeit
wegen Zurückweisung des Geldes stärker steigen, würde eine Flucht in die
Sachwerte einsetzen, und damit eine dramatisch steigende bis galoppierende
Inflation beginnen, würde die längst geschehene Entwertung der Geldwertanlagen
der Bürger (Geldpapiere, Renten, Fonds und andere) sich in einem zweiten
Börsencrash auflösen und zusammenbrechen, und würden ganze Branchen der
Finanzindustrie und Finanzdienstleistung unter Haftungsprozessen wegen der
Entwertung zusammenbrechen, so dass eine Währungsreform unvermeidlich wird.
Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den
Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Nutznießer
dieses Systems sind nicht nur die US-Großfinanz, welche durch ihre FED immer
hemmungsloser Dollarmengen in die Welt jagt, sondern auch die dieses Spiel
mitbetreibenden Zentralbanken, wie zum Beispiel die Eurobank, die Banque of
Japan und andere. Die Vorstände dieser Banken wissen genau, wie wertlos der
Dollar inzwischen ist, stützen aber immer noch die gesetzliche Illusion der
Zahlungsmittelfunktion des Dollars, haben sogar aus politischen Gründen
geschwiegen und die eigene Währung nahezu ausschließlich mit wertlosen Dollars
in ihrer Währungsreserve unterlegt, also ihre Währung praktisch ebenso wertlos
gemacht. Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne
Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmaßlich nur noch als bloßer
schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es
ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von
dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System
lebt davon, dass ein Missbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird.
Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt
worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre Währungen (Dollar, Euro, Yen
und andere) keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.
Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation
und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen - Kurswert
künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt.
Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Großfinanz ist längst von allen
Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer Geldmengenbindung befreit, hat also
nicht nur seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren, sondern täuscht auch die
Welt nur noch durch weltweite Kursmanipulation über einen scheinbaren Tauschwert
des durch hemmungslose Vermehrung entwerteten Privatgeldes. Nur durch diese
Täuschung und die Macht der US-Großfinanz wird noch künstlich «Vertrauen» der
Welt in den Dollar suggeriert. Wüssten die Marktteilnehmer dagegen, dass sie mit
dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von
Privatleuten in den Händen haben, denen längst nicht mehr zu trauen ist, die
ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, missbrauchen, so würde auch
das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen.
Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine
Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der großen Aktienhausse
glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim Aktiencrash darüber belehrt, dass
die Aktie außer dem Papierwert nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht
schwinden kann. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte,
keine Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des
Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber
stärksten Finanzmächte der Welt.
Mit Scheingeld zu Sachwerten
Würden die Marktteilnehmer wissen, dass unser Geldsystem letztlich am Privatgeld
Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und
Missbrauchswünschen der großen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen
ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel
betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte
zu entgehen versuchen.
Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der größten Geldvermehrung
aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten
alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager,
Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermaßen intakte ausländische
Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem
Preis. Und nicht nur die US-Großfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein,
sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes,
eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er
bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die
ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit
politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre
Währungsreserven anzunehmen.
Mit Sachwerten zu Monopolen
Die hinter der FED stehende Großfinanz hat auf diese Weise durch gezielte
Sachwertpolitik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu
Marktmonopolen bzw. -oligopolen entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran,
Telekommunikation, Glasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien,
Nahrungsmittel (Nestlé, Coca-Cola), große Teile der Rüstungsindustrie und der
Luftfahrt usw.
Zurzeit läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation.
Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar. Wenn man also die
Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma
mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten
Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur
Saat verwenden.
Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft zurzeit auf dem Zuckermarkt: Die EU hat
ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die
Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig
ist. Der Rübenzucker ist aber teurer als der in den Tropen wachsende Rohrzucker
des US-Kartells. Die der US-Großfinanzgruppe gehörenden Firmen Nestlé und
Coca-Cola verlangen nun gemeinsam mit von ihr abhängigen Wissenschaftern und
Politikern eine «Liberalisierung des Zuckermarktes» und betreiben dies über die
internationalen Gremien (GATT, Mercosur). Sobald diese Liberalisierung
durchgesetzt ist, kann sich der teurere Rübenzucker gegen den billigeren
Rohrzucker nicht mehr halten, bricht die europäische Zuckerproduktion endgültig
zusammen und wird der Zuckermarkt - anfangs billiger, nachher aber teurer -
durch das von der US-Großfinanz beherrschte Rohrzuckerkartell überschwemmt.
Mit welchen kriminellen Methoden die US-Großfinanz dabei ganze Branchen in ihre
Hand bekommt, zeigt der Fall Primacom: Dieser Kabelnetzbetreiber operiert höchst
lukrativ, steht aber schon länger im Visier der US-Großfinanz
(Telekommunikations-Monopolisierung). Diese hat deshalb erst den Vorstand von
Primacom unterwandert und dann diesem Vorstand ein Darlehen mit mehr als 30%
Jahreszinsen oktroyiert, so dass die eigentlich gut operierende Firma wegen der
Zinslasten in Schwierigkeiten geriet und nach Ansicht der US-Bank «jetzt
billigst übernahmereif» wurde. Das Spiel geht gerade in die letzte Runde.
Ein ähnliches Spiel hat der Abgesandte der US-Großfinanz Ron Sommer mit der
Deutschen Telekom versucht. Die US-Großfinanz sammelt alle
Telekommunikations-Gesellschaften, um sie weltweit zu monopolisieren. Der
Abgesandte Sommer hat dazu eine kleine US-Firma der Telekom zum dreißigfachen
Preis (30 Mia. US-Dollar) von der US-Großfinanz gekauft, damit diese aus eigenem
Vermögen der Telekom diese aufkaufen konnte. Der zweite Schritt war, die
Telekom-Aktien billig zu machen, damit der US-Investor sie billig bekam. In
diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und
gescheitert. Dies wird aber die US-Großfinanz in ihren Übernahmeplanungen nur
zurückwerfen, nicht hindern. Privatisierung und Aufkauf der Telecom gehen
planmäßig weiter.
Ein gleiches Spiel vollzieht sich auch auf dem Welt-Energiemarkt, in Deutschland
offensichtlich mit EON und RWE, wobei die US-Großfinanz bereits eigene
Vertrauensleute in die für die Übernahmekandidaten entscheidenden Banken und
Vorstände entsandt hat. In 20 Jahren will die US-Großfinanz auch das Wasser der
Welt - nach Aussage ihres Vertreters Brzezinski - monopolisiert haben.
Mit Sachwerten zur Währungsreform
Deutet man den Fahrplan der Welt-Großfinanz richtig, so soll die Geldmenge so
lange vermehrt und entwertet werden, bis damit alle wichtigen Sachwerte der Welt
aufgekauft und monopolisiert worden sind. Die Großfinanz ist klug genug zu
wissen, dass ihre Geldmengenvermehrung nicht unerkannt bleibt und irgendwann das
Vertrauen in den inflationierten Dollar schwindet. Ein Ausbruch der
Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur
galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform
einmünden muss.
Dies aber ist genau der Vorteil sowohl der Großfinanz als auch der USA:
Die Großfinanz hat mit den faulen Dollars vorher ausreichend Sachwerte gekauft,
wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen, hat
sich rechtzeitig aus dem faulen Geld in werthaltiges Vermögen verlagert. Da sie
in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie
sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Nicht
mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.
Niemand kann die Großfinanz hindern, die Preise für Gold, Diamanten, Kupfer,
Zink, Eisenerz, Wasser, Saatgut oder Energie um 10, 20 oder 30% anzuheben und
auf diese Weise die gesamte Weltbevölkerung zu Sonderabgaben heranziehen. Noch
nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die
Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich.
Listigerweise hat die US-Großfinanz die faulen Dollars überwiegend ins Ausland
gebracht. Mehr als Dreiviertel der gesamten Dollarbestände sind nicht mehr in
den USA, sondern sind bei den Gläubigerstaaten der USA. Die USA haben sich
nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland
verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert (Sachwerte), dafür aber wertlose
Dollars bekommen. Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Werden diese
nun plötzlich entwertet, trifft der Schaden zu mehr als Dreiviertel die
Zentralbanken, Banken, Staaten und Marktteilnehmer außerhalb der USA. Dann rächt
sich, dass die Europäischen Zentralbanken ihr Gold gegen faule Dollars abgegeben
und dafür immer ausschließlicher Fiat-Money als Basis (Währungsreserve) für die
eigene Währung, zum Beispiel Yen oder Euro, eingesetzt haben. Bricht also die
Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen
mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist. Mit
anderen Worten: Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht
zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der
faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt.
Dass aber jede pausenlose Vermehrung eines Privatgeldes - des Dollars - durch
die der US-Großfinanz gehörende Federal Reserve Bank zur Aufweichung der
Dollar-Währung zu immer stärkerer Inflation und schließlich zur Währungsreform
führen muss, ist finanzwissenschaftliches Grundwissen und dürfte nicht einmal
Greenspan und seinen Mittätern zweifelhaft sein.
Durch Währungsreform zur Weltwährung
Greenspan hat in einer Rede unvorsichtigerweise geäußert, dass «wohl bis 2007
eine grundsätzliche Dollar-Korrektur anstehe und dass man dann zweckmäßigerweise
den Dollar und den Euro zum 'Euro-Dollar' einer neuen Welt-Währung vereinigen
könnte». Das macht aus Sicht der US-Großfinanz Sinn, denn längstens bis 2007
sind die Dollar-Missbräuche noch durchzuhalten, bis dahin dürfte längstens das
Vertrauen der Welt in diese hemmungslos vermehrte, immer wertloser gewordene und
nur noch künstlich aufrechterhaltene Privatwährung der US-Großfinanz halten.
Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Würde dann der
Dollar mit dem Euro zur Welteinheitswährung, würden damit für die US-Großfinanz
wichtige Ziele erreicht:
Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten
und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu
entreichern. Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert
ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in
alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber
gelohnt.
Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige
Auslandsverschuldung von 5200 Mia. Dollar würde bei 50%er Abwertung nur noch
2600 Mia. Euro-Dollar betragen. Geschädigt werden alle Inhaber von Alt-Dollars,
deren Bestände um 50% oder sogar 90% abgewertet werden. Dies gilt insbesondere
für die Zentralbanken von China, Japan und Europa mit ihren hohen
Dollar-Währungsreserven.
Das Hauptziel der US-Großfinanz ist aber, auf diese Weise eine Weltwährung zu
erreichen, über die sie wiederum selbst herrschen. In einem Euro-Dollar-System
würde zwangsläufig das der US-Großfinanz gehörende Federal Reserve System eine
Mehrheit haben, also die US-Großfinanz dann auch mehrheitlich das neue
Währungssystem beherrschen. Dazu auserwählt ist die BIZ (Bank für
internationalen Zahlungsausgleich), eine private Organisation, deren Anteile
mehrheitlich bereits von der US-Großfinanz heimlich aufgekauft worden sind.
Würde also die BIZ neue Zentralbank der Euro-Dollar-Währung, sind
zufälligerweise wieder die gleichen Privateigentümer Haupteigentümer dieser
neuen Zentralbank, die vorher auch Eigentümer der FED waren. Sie könnten dann
das gleiche Spiel freier Geldausgabe nach eigenem Belieben, das sie mit dem
Federal Reserve System bisher machen, wieder auf höherer Ebene - und dazu auch
noch durch Währungsreform entschuldet - erneut -betreiben. Die bisherige
Welt-Geldmengenvermehrung, der große Geldbetrug gehen dann in der Währungsreform
unter. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die
Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20
bis 30 weitere Jahre erlauben. Die US-Großfinanz hätte also auf diesem Wege
durch Geldbetrug nicht nur die Sachwerte der Welt bei sich monopolisiert -
darunter so existenzwichtige Bereiche wie Saatgut, Nahrungsmittel, Wasser,
Energie und Metalle, sondern darüber hinaus wiederum ein Währungsmonopol zur
eigenen Bedienung, nach eigenem Belieben geschaffen - eine
Geldvermehrungsmaschine wie den Dukatenesel im Märchen.
Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch
die Welt gehen. Man wird dies als «Verschwörungstheorie» oder als
«Antiamerikanismus» oder sogar als «Antisemitismus» (Rothschild) abtun oder
solche Veröffentlichungen ganz zu verhindern versuchen, denn immerhin gehören
der US-Großfinanz auch wesentliche Teile der Print- und Bildschirmmedien überall
in der Welt.
Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel
Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw.
lesen.
Verlierer bei dem großen Spiel der Finanz-Oligarchie sind solche Marktteilnehmer
in der Welt, welche dem Geld zuviel Vertrauen entgegenbringen, welche immer noch
glauben, dass Geld über seine bloße Tauschfunktion hinaus auch noch
Wertaufbewahrungsmittel sei. Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40
Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten
Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger
Vorteil der Täter ist. Wer also auf langfristige Werterhaltung seines Vermögens
Wert legt, kann nicht in Geldwerten, nicht in Versicherungsverträgen, nicht in
Renten und nicht in Bargeld bleiben, er muss in Sachwerte gehen, wie dies die
Großfinanz selbst vorgemacht hat.
Strategieziel des Welt-Geldbetruges
Soweit von außen her erkennbar, hat die US-Großfinanz ursprünglich nur das Ziel
gehabt, die US-Währung zu beherrschen und damit den US-Markt nach eigenem Willen
manipulieren zu können. Diesem Ziel diente das private Zentralbanksystem FED.
Als US-Präsident Kennedy ein Gesetz eingebracht hatte, dieses Privatfinanzsystem
zu verstaatlichen, starb er eines plötzlichen Todes. Wer immer an diese
Privatgeldmöglichkeiten der US-Großfinanz rührte, verlor dabei Vermögen oder
Leben.
Inzwischen aber sind die strategischen Ziele der US-Großfinanz über die
nationale Dimension weit hinausgewachsen. Ihr Ziel ist das globale private
Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner
Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht
haben und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.
Wenn wir also einen zweiten Missbrauch des Welt-Geldsystems zugunsten privater
Großfinanzgruppen und überhaupt den Missbrauch der Geldmengenwährungen
verhindern wollen, muss jede Währung vor jedem öffentlichen oder privaten
Missbrauch, vor jeder Deflations- und Inflationsmanipulation gesichert werden.
Das ist sicher nicht erreichbar, wenn man die Währung der privaten Großfinanz
überlässt. Sie wird die Missbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum
eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten.
Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die meisten Regierungen ihre
Währungen ebenso missbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie
also Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.
Es gilt also, aus den Missbräuchen der öffentlichen Hände und der privaten
Großfinanz die Währungen so unabhängig zu machen, dass privater und öffentlicher
Missbrauch ausgeschlossen werden.
Sicher ist eine auf Gold basierende Währung nicht so leicht zu manipulieren wie
eine bloße Quantitätswährung. Die Probleme jeder auf Gold basierenden Währung
liegen aber in der Verfügbarkeit von Gold, nachdem die US-Großfinanz den größten
Teil des Weltgoldvorrates in ihre Hände bekommen hat. Sie würde also mit jeder
Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden
können.
Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese Quantitätswährung darf
aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muss an dem
Neutralgeldziel orientiert werden. Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen
als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische
oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen.
Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar,
dass sie gleichsam die «vierte Gewalt» darstellen, nicht in privater Hand liegen
und nicht durch Regierungen beeinflusst werden können. Das Urmodell der
Deutschen Bundesbank vor ihrer Kastration in die Euro-Bank kam dieser
Unabhängigkeit sehr nahe.
Die kommende Währungsreform bietet eine einmalige Chance, die Täter, ihre
Währungsmanipulationen und ihre Missbräuche zu brandmarken und damit eine
allgemeine öffentliche Zustimmung zu einem weder von der privaten Großfinanz
noch von den Regierungen mehr beeinflussbares Zentralbankensystem zu schaffen.
Dies wäre eine Jahrhundertchance.
Verhindert werden könnte ein unabhängiges Zentralbankensystem vor allem von der
Großfinanz, welche über die ihr schon gehörende BIZ bereits die Weichen für eine
neue Übernahme des nächsten Zentralbanken- und Währungssystems gestellt hat.
Deshalb tut Aufklärung not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die
Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern
auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen
© Prof. Dr. Eberhard Hamer